Konfis erkunden die faire Welt
Gabriele Fuchs war im Konfirmandenunterricht zu Gast und hat uns anschaulich erklärt, durch wie viele Hände die Materialien für ein Kleidungsstück gehen, vom Anbau der Baumwolle, über deren Ernte und Verarbeitung bis zum fertigen Kleidungsstück. Wir haben erfahren, unter welch schwierigen Bedingungen Menschen in Entwicklungsländern arbeiten müssen, wie wenig sie verdienen, und auch, dass Materialien und Stoffe oft mehrmals um den Globus reisen, bis sie bei uns im Laden landen.
Wir haben gelernt, wie schädlich die sogenannte fast fashion für unsere Schöpfung ist, weil Pestizide Böden verseuchen und ins Grundwasser geraten, weil Chemikalien ungeschützt genutzt werden und ebenfalls ins Grundwasser fließen; weil der CO2 Abdruck durch den vielfachen Transport ins Unermessliche steigt; und weil Wasser verschwenderisch eingesetzt wird. Wussten Sie z.B., dass gut 2000 Liter Wasser benötigt werden, um ein T-Shirt herzustellen, das in Billigläden dann für 3Euro verkauft wird?
Unsere KonfirmandInnen haben sich Gedanken dazu gemacht, wie man nachhaltiger mit Rohstoffen und fertiger Kleidung umgehen kann, und wie fairer Handel aussehen kann, von dem auch die Arbeiterinnen und Arbeiter in den produzierenden Ländern z.B. in Asien und Afrika leben können.
Ein Konfirmandennachmittag war danach dem Besuch des Weltladens Kraichtal und des Depots 25 gewidmet, beide Geschäfte befinden sich in Menzingen.
Im Depot25 haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden etwas über die nachhaltige Nutzung von Kleidern erfahren und durften sich sogar ein neues Lieblingsstück aussuchen. Im Weltladen wurden unsere Jugendlichen mit dem Gedanken des fairen Handels vertraut gemacht, durften fair gehandelte Bananen, mit Datteln gesüßte Schokolade und gesunden Kuchen naschen, und konnten erfahren, wie nachhaltiger und fairer Bananenanbau funktioniert.
Vielen Dank an Jutta Bomke, Gabriele Fuchs und Ulrike Schneid, die uns diesen beeindruckenden Konfinachmittag möglich gemacht haben.
Bericht von Stefanie Nuß