Asyl in Kraichtal


Der Stand der Dinge

In der Anschlussunterbringung der Stadt Kraichtal befinden sich derzeit (Stand Sommer 2017) etwa 90 Personen, überwiegend aus den hiesigen Gemeinschaftsunterkünften. Die Containersiedlung in Unteröwisheim wurde bereits komplett abgebaut, in Münzesheim befindet sich diese jedoch noch im Rückbau.

Die eigentlich zu betreuende Zahl der Geflüchteten für die Mitarbeiterinnen des Rathauses ist jedoch weitaus größer, denn zu den 90 Personen kommen noch ca. 20-30 Geflüchtete hinzu, die aus den Anschlussunterbringungen in privaten Wohnraum innerhalb Kraichtals verzogen sind. Diese sind natürlich noch immer auf die soziale Betreuung angewiesen.

Insgesamt gibt es in Kraichtal 11 Anschlussunterbringungen, verteilt auf 6 Stadtteile – Unteröwisheim, Oberöwisheim, Neuenbürg, Münzesheim, Menzingen und Landshausen.

Die Größen der Anschlussunterbringungen in Kraichtal sind sehr unterschiedlich und reichen von Unterbringungsmöglichkeiten für etwa 50 Personen, wie in Oberöwisheim und minimal 2 Personen, wie beispielsweise in Landshausen.

In allen Stadtteilen hat sich zu Beginn der Einzüge von Geflüchteten jeweils ein von der Stadt initiierter und dann auch durchgeführter Helferkreis gebildet, der sich in verschiedenen Abständen zusammensetzt und zum Austausch zwischen den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und den Vertreterinnen der Stadt beiträgt.

Konnte die Stadt Kraichtal ihre Verpflichtung zur Aufnahmen einer bestimmten Quote in diesem Jahr überwiegend erfüllen, so stehen bis Ende des Jahres noch weitere 13 Geflüchtete zur Unterbringung an. Trotz Werbung für die Bereitstellung von Wohnraum für Zwecke der Anschlussunterbringung über verschiedene Kanäle, hat die Stadt Kraichtal leider keine weiteren geeigneten Angebote erhalten.

Mit Blick auf die in unbekannter Höhe zu erwartende Aufnahmequote für das kommende Jahr 2018 ist ein dringender Bedarf an geeignetem Wohnraum zur Versorgung von Geflüchteten dringend notwendig.